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30Mai2014

Kindstod im Mitarbeiterstamm – Wie verhalten sich Führungskräfte?

  • By uwelzel
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Jährlich gibt es in Deutschland geschätzte 113.000 Fehlgeburten vor der 12 KW. Bis Juni 2012 durften Fehlgeburten nicht beerdigt werden. Können Sie sich den Schmerz der Eltern vorstellen?

 

Was ist eine Fehlgeburt?

Eine Fehlgeburt wird von den Ärzten auch als Abort benannt. Hiermit sind totgeborene Babys gemeint mit einem Gewicht von weniger als 500 g. Zudem gibt es noch eine weitere Unterscheidung in frühe und späte Fehlgeburten. Die frühen Aborte werden bis zur 12. Schwangerschaftswoche und späte bis zur 25. Schwangerschaftswoche eingereiht.© WISO (11.4.2011)

Ein lesenswerter Beitrag zum Thema Fehlgeburten aus der Saarbrücker Zeitung.

 

Haben Sie sich schon mal folgende Fragen gestellt:

 

  • Wie kann ich betroffenen Arbeitskollegen/innen in diesen traurigen Zeiten helfen?
  • Wie gehe ich auf die Frau und/oder auf den Mann zu?
  • Wie kommuniziere ich am Arbeitsplatz mit dem jeweiligen Elternteil?
  • Was sage ich, wenn die Kollegin/Kollege auf mich zukommt und um Hilfe bittet?
  • Wie bereite ich mein Team auf die Rückkehr der betroffenen Person vor?

 

“Die Kollegen fragen mich nur, wie es meiner Frau geht. Nie fragen sie, wie es mir geht! Ich trauere genauso um unser Kind” sagt mir ein Topmanager, drei Jahre nach dem Tod des Kindes.

 

Zu den Fehlgeburten kommen jährlich bis zu 880.000 Tote (davon 136.000 im berufsfähigen Alter) dazu. Bei jedem dieser Trauerfälle ist es die Aufgabe der Unternehmensleitung, angemessen zu reagieren. In den häufigsten Fällen bleibt eine Reaktion aus. Das hinterlässt tiefe Spuren bei den Betroffenen. Nicht selten resultieren aus fehlender Reaktion heraus, lange Krankenstände bis hin zu Kündigungen. Neben diesen gewaltigen Verlusten sind Unternehmen oft auch mit Reputationsverlusten konfrontiert.

 

Immer wieder hören wir von Betroffenen, dass der Umgang mit Trauer in Unternehmen katastrophal ist. Ja, Trauer es ist ein Thema wo wir schon im privaten Umfeld unsicher sind. Deshalb gibt es ( wenn auch sehr wenig) Spezialisten die sich mit Themen Trauer am Arbeitsplatz und betriebliches Trauermanagement beschäftigen.

Alle Unternehmensverantwortlichen, Personalleitung, Führungskräfte und Betriebsrat sind gefragt, Lösungen parat zu halten.

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